KommunalWahlprogramm

Gemeinsam Braunschweig aufblühen lassen!

Kommunalwahlprogramm der FDP Braunschweig zur Kommunalwahl 2026 Braunschweig ist mehr als nur eine Stadt, es ist ein Lebensgefühl. Hier leben Menschen, die anpacken, mitdenken und Verantwortung übernehmen. Sie bringen Tradition und Innovation. Wissenschaft und Kultur, Mittelstand und Gründergeist, Nachbarschaft und Weltoffenheit zusammen. Dieses Vertrauen in die Bürgerinnen und Bürger ist der Ausgangspunkt unserer Politik als FDP Braunschweig.

Freiheit ist für uns kein abstrakter Begriff, sondern gelebter Alltag. Sie bedeutet, selbst Entscheidungen treffen zu können, Verantwortung zu übernehmen und darauf zu vertrauen, dass der Staat befähigt statt bevormundet. Freiheit endet dort, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird – und genau dort beginnt unsere gemeinsame Verantwortung für ein respektvolles Miteinander in unserer Stadt.

Wir wollen Braunschweig mit Zuversicht gestalten: mit weniger Bürokratie und mehr Eigeninitiative, mit einer digitalen und transparenten Verwaltung, mit echter Bürgerbeteiligung und Respekt vor den Entscheidungen der Stadtbezirksräte. Wandel begreifen wir nicht als Selbstzweck, sondern als Chance für unsere Stadt. Mut zum Wandel bedeutet für uns, nicht alles neu, sondern vieles besser zu machen, damit Lebensqualität, Freiheit und Zukunftssicherheit in Braunschweig wieder wachsen.

Gleichzeitig steht Braunschweig im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen um Talente, Unternehmen und Investitionen. Unser Ziel ist es, unsere Stadt als attraktiven Innovations-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiter zu stärken. Dazu brauchen wir mutige Entscheidungen, eine leistungsfähige Verwaltung und Rahmenbedingungen, die Menschen und Unternehmen gleichermaßen überzeugen.

Wir stehen für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik in Braunschweig, die Gründergeist, Innovation und Unternehmertum konsequent fördert.

Gründer- und Startup-Kultur aktiv unterstützen: Wir wollen die Rahmenbedingungen für Startups verbessern, Business Angels und Venture Capital stärker einbinden und den Austausch zwischen jungen Unternehmer:innen, Forschungseinrichtungen und etablierten Unternehmen fördern.

Technologie- und Innovationsstandort Braunschweig stärken: Braunschweig verfügt über eine außergewöhnlich starke Forschungslandschaft mit Universitäten, Instituten und technologieorientierten Unternehmen. Wir wollen diese Stärke gezielt nutzen und Braunschweig als Standort für Zukunftstechnologien weiterentwickeln. Kooperationen zwischen Wissenschaft, Start-ups und Mittelstand sollen stärker gefördert werden, insbesondere in Bereichen wie Mobilität, Künstliche Intelligenz, Luft- und Raumfahrt, Produktionstechnologien und nachhaltige Industrie. So entstehen Innovationen, hochwertige Arbeitsplätze und neue Wertschöpfung für unsere Region.

Bürokratieabbau bei gleichzeitig eSektiver Kontrolle: Weniger unnötige Vorschriften bedeuten mehr Handlungsspielraum für Unternehmen – ohne Abstriche bei Sicherheit, Gefahrenabwehr oder Mindestsicherung. Effiziente Überprüfungen genügen, statt starrer Kontrollen, die die Wirtschaft lähmen. Fachkräfte sichern und Weiterbildung stärken: Mit attraktiven Aus- und Weiterbildungsangeboten, gezielter Fachkräfteförderung und der aktiven Ansprache junger Menschen, Studierender und Auszubildender soll Braunschweig als Standort für Karriere und Leben attraktiver werden. Auch wenn auf kommunaler Ebene die Kompetenz zur Anerkennung fehlt, wollen wir gleichzeitig gezielt internationale Fachkräfte für Braunschweig gewinnen. Die Stadt soll als zentrale Anlaufstelle für internationale Talente dienen und sie bei Fragen zur Anerkennung von Abschlüssen, zu Behördengängen und zum Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützen. Mehr englischsprachige Verwaltungsangebote und eine aktive Willkommensstrategie stärken Braunschweig als internationalen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort.

Wirtschaftsförderung als Impulsgeber für Transformation und Arbeitsplätze: Braunschweig wird von uns konsequent als Industrieregion verstanden und aktiv weiterentwickelt. Wir begleiten die Transformation der Unternehmen vor Ort, sichern Arbeitsplätze und stärken zugleich die besonderen Standortvorteile in Wissenschaft, Forschung und Kreativwirtschaft. Dazu gehört auch, die Erschließung zusätzlicher Industrie- und Gewerbeflächen zu attraktiven Konditionen zu prüfen und neue Flächenpotenziale verantwortungsvoll zu nutzen. Um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, kann der Verkauf von Flächen bei Bedarf an verbindliche Investitions-verpflichtungen geknüpft werden, um Brachflächen zu vermeiden. Gleichzeitig greifen wir die Idee interkommunaler Gewerbegebiete wieder auf und entwickeln sie weiter, indem wir die Abstimmung mit Nachbarkommunen intensivieren und Flächenpotenziale sowie Infrastruktur gezielt bündeln.

Innenstadt und Handel beleben: Wir stärken attraktive Innenstädte, Erlebnisangebote und flexible Nutzungskonzepte, damit der stationäre Handel im Wettbewerb mit dem Onlinehandel erfolgreich bestehen kann. Damit fördern wir lebendige Einkaufs- und Begegnungsräume in der Stadt. Dialogorientierte Stadtentwicklung: Die Zusammenarbeit mit Landwirt:innen, Handwerk und Betrieben wird intensiviert – von Baustellen-management bis zu gemeinsamen Lösungswegen in Problemlagen.

Städtepartnerschaften hinterfragen: Städtepartnerschaften müssen einen klaren Mehrwert für unsere Stadt bieten – wirtschaftlich, kulturell oder gesellschaftlich. Daher überprüfen wir bestehende Partnerschaften regelmäßig. Partnerschaften mit Ländern, die in ihrem Handeln unseren demokratischen Grundsätzen widersprechen, sind nicht zu rechtfertigen.

Urban Planning: Braunschweig muss für alle sicher sein. Wir priorisieren die Besei-tigung von Angsträumen durch eine intelligente Lichtgestaltung und eine übersichtliche Architektur an Haltestellen und in Parks, um das Sicherheitsgefühl insbesondere von Frauen und marginalisierten Gruppen zu stärken.

Braunschweig soll eine Stadt sein, in der Wirtschaftlichkeit, Innovationskraft und Lebensqualität Hand in Hand gehen. Wir gestalten einen Standort, der Unternehmen fördert, Menschen anzieht und zugleich ein attraktives Umfeld für Kultur, Kreativität und Wissen-schaft bietet.

Wir setzen auf eine klare, nachvollziehbare Finanzpolitik, bei der jede Ausgabe und jede Einnahme des städtischen Haushalts transparent und auf Basis einer fundierten Kosten- Nutzen-Analyse geprüft wird. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf umfassende Informationen und müssen nachvollziehen können, wofür ihr Geld eingesetzt wird.

Abbau unnötiger Belastungen: Bagatellgebühren und -steuern, deren Verwaltungskosten den erkennbaren Nutzen übersteigen, sollen abgeschafft werden, dazu gehört auch bspw. die Hundesteuer.

Bürgerfreundliche Kommunikation: Gebühren und Belastungen werden nicht nur reduziert, sondern auch verständlich erklärt. Statt nur auf Verzicht hinzuweisen, zeigen wir auf, wie die Stadt ihre Kernaufgaben besser erfüllen kann.

Nachhaltigkeit im Haushalt: Wir vermeiden Schulden auf Kosten künftiger Generationen. Langfristige finanzielle Belastungen werden nur eingegangen, wenn sie verhältnismäßig sind. Wir setzen uns für eine Nachhaltigkeitssatzung für den städtischen Haushalt ein.

Vermeidung von Leuchtturmprojekten: Teure Prestigeprojekte ohne klaren Nutzen werden kritisch hinterfragt. Alle Vorhaben werden auf langfristige Kosten, Nutzen und Auswirkungen geprüft.

Resilienzfonds für Demokratie: Wir fordern, dass ein Teil des Sozialhaushalts unserer Stadt für Projekte zur Demokratieförderung bereitgestellt wird.

Unser Ziel ist eine attraktive, lebenswerte Stadt für alle, die heute finanzierbar ist und morgen nicht auf Kosten zukünftiger Generationen geht.

Wir stehen für eine moderne, klimafreundliche und gleichberechtigte Mobilität in Braunschweig, die allen Verkehrsteilnehmer:innen gerecht wird.

Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer:innen: Ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder dem ÖPNV – wir fördern sichere Radwege, deren Instandhaltung und den Ausbau des Ringgleises. Ideologisch motivierte Rückbauten von Parkplätzen stoppen wir, Parkgebühren bleiben moderat und Mobilität bezahlbar.

Intelligente Verkehrssteuerung und digitale Lösungen: KI-gestützte Verkehrs-führung optimiert Verkehrsflüsse, senkt Emissionen und nutzt Ressourcen effizient. Statt auf Verbote setzen wir auf flexible Angebote, zum Beispiel Rufbusse per App, die nachts große, leere Busse ersetzen und bedarfsgerecht kleinere Fahrzeuge einsetzen.

ÖPNV als Rückgrat der Stadt: Wir machen Kurzstreckentarife attraktiv, prüfen perspektivisch kostenlose Kurzstrecken und sichern faire Preise für alle. Gleichzeitig bauen wir Infrastruktur aus: Bahnsteige, Bahnhöfe und Straßenbahnhaltestellen werden modernisiert, weitere Ortsteile besser angebunden.

Verkehr intelligent lenken: Parkmöglichkeiten an Einfallstraßen, sichere Fußwege und starke ÖPNV-Anbindungen sorgen dafür, dass Menschen attraktive Alternativen nutzen – statt auf pauschale Einschränkungen angewiesen zu sein.

City-Logistik und Tourismus berücksichtigen: Effiziente Lieferketten in der Innenstadt und touristische Mobilität integrieren wir in ein ganzheitliches Mobilitätskonzept.

Care-Mobilität: Ergänzend zur Pendler-Infrastruktur stärken wir die Care-Mobilität. Bessere Taktungen und sicherere Wegeverbindungen für typische Wegeketten der Sorgearbeit – etwa zwischen Kita, Nahversorgung und häuslicher Pflege – auch außerhalb von Stoßzeiten.

Braunschweig soll eine Stadt sein, in der Mobilität frei, flexibel und nachhaltig funktioniert. Wir gestalten eine Stadt, die Klima, Wirtschaft und individuelle Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt.

Für uns ist Umweltpolitik mehr als Klimaschutz: Sie prägt das Leben in unserer Stadt und die Qualität unserer öffentlichen Räume. Sauberkeit und gepflegte Plätze sind Ausdruck von Respekt vor der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Mehr Grün, mehr Schatten, weniger Beton: Wir setzen auf durchdachte Grünflächen statt kleiner, kostenintensiver Pocket-Parks. Dach- und Fassadenbegrünungen sollen gefördert werden, gerne auch durch Patenschaften von Bürgerinnen und Bürgern.

Nachhaltige Energie: Solar- und Windkraft sollen selbstverständlich Bestandteil städtischer Planungen sein. Bürgerinnen und Bürger können sich über Beteiligungs- oder Investitionsprogramme aktiv einbringen.

Pflege statt Verwahrlosung: Grünanlagen und öffentliche Räume werden regelmäßig gepflegt, um Verwahrlosung zu vermeiden und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Wasser für alle: Öffentliche Wasserspender und Brunnen im Stadtraum wollen wir ausbauen. Sie erfrischen, schaffen Aufenthalts- qualität und verbinden Menschen mit ihrem Stadtraum.

Nachhaltige Neubauten: Bei Neubauprojekten werden Umwelt- und Stadtklima- Aspekte frühzeitig berücksichtigt – Entsiegelung von Flächen, ausreichend grüner Schatten und durchdachte Materialien sind Pflicht.

Unser Ziel ist eine Stadt, die sauber, grün und lebendig ist – in der Umweltschutz sichtbar wird, die Lebensqualität steigt und Bürgerinnen und Bürger sich wohlfühlen.

Für uns bedeutet soziale Verantwortung, gezielt und wirksam zu unterstützen. Hilfe soll dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht wird – bei bedürftigen Menschen, sozialen Randgruppen und Menschen mit besonderen Herausforderungen, zum Beispiel psychisch beeinträchtigte Personen. Pauschale Gießkannenlösungen lehnen wir ab.

Jugend und Nachbarschaft: Wir fördern Jugend- und Nachbarschaftszentren als Orte der Begegnung, des Austauschs und des Miteinanders. So wird Einsamkeit als gesellschaftliches Problem aktiv bekämpft.

Azubi-Wohnheime und Wohnraum: Wir setzen uns für Azubi-Wohnheime ein, erleichtern das schnelle und einfache Schaffen von bezahlbarem Wohnraum und unterstützen Vermietungsangebote für junge Menschen.

Selbsthilfe und Engagement: Soziale Initiativen, Ehrenamt und Pflegeinfrastrukturen werden sichtbar gemacht und gefördert. Wir stärken Hilfe zur Selbsthilfe und zeigen den Bürgerinnen und Bürgern, wo Unterstützung möglich ist.

Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen: Ein selbstbestimmtes Leben für alle Frauen setzt Sicherheit und den konsequenten Schutz vor Gewalt voraus. Wir fordern daher die langfristige Finanzierung von Frauenhäusern sowie spezialisierten Beratungsstellen für betroffene Frauen. Hilfsangebote müssen im Stadtbild deutlich sichtbarer werden, damit Frauen in Notlagen schneller Unterstützung finden. Statt Pauschallösungen setzen wir auf gezielte Hilfe, die dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. So garantieren wir jeder Frau in Braunschweig ein respektvolles und gewaltfreies Miteinander.

Gesundheit und Familienfreundlichkeit: Das Städtische Klinikum ist unser Maximalversorger in der Region. Hebammen werden gestärkt und Geburtsstationen unterstützt. So bleibt Braunschweig ein attraktiver Ort für Familien.

Transparenz und Orientierung: Wir schaffen klare Informationen darüber, welche Unterstützung es gibt, wo sie zu finden ist und wie sie genutzt werden kann – zum Beispiel durch einen Pflegekompass für Braunschweig.

Kita-Randzeitenbetreuung: Echte Wahlfreiheit bedeutet, dass Lebensentwürfe nicht an fehlender Infrastruktur scheitern dürfen. Wir fordern den gezielten Ausbau von Kita- Randzeitenbetreuungen, um insbesondere Alleinerziehenden und Schicht-arbeitenden den Rücken freizuhalten.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der soziales Engagement sichtbar wird, Bürgerinnen und Bürger sich unterstützt fühlen und das Miteinander in der Gesellschaft gestärkt wird.

Für uns bedeutet Digitalisierung, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und den Bürgerinnen und Bürgern den Umgang mit Ämtern zu erleichtern. Sie ist Werkzeug, nicht Selbstzweck. Gleichzeitig achten wir darauf, dass analoge Angebote bestehen bleiben, damit niemand abgehängt wird.

Digitale Akte und Service: Wir führen eine digitale Akte für alle Bürgerinnen und Bürger ein und überarbeiten die städtische Webseite. So werden Verwaltungsvorgänge transparenter, schneller und verständlicher. Hilfestellungen helfen, sich im digitalen Dschungel zurechtzufinden.

Prozessoptimierung und Effizienz: Wir setzen auf schlanke Verwaltungsstrukturen und sektorenübergreifende Digitalisierung, zum Beispiel beim ÖPNV oder in der Bauverwaltung. Genehmigungsverfahren sollen schneller, einfacher und transparenter werden. „One in, one out“ sorgt für eine Begrenzung und eine Reduzierung unnötiger Regularien in der städtischen Verwaltung.

Klare Zuständigkeiten und verlässliche Umsetzung: Wir wollen, dass politische Entscheidungen in der Verwaltung zügig und nachvollziehbar umgesetzt werden. Dafür setzen wir auf klare Zuständigkeiten, transparente Abläufe und realistische Zeitpläne. So stellen wir sicher, dass Beschlüsse nicht in langwierigen Verfahren stecken bleiben, sondern schnell Wirkung für die Bürgerinnen und Bürger entfalten.

Kooperation und offene Lösungen: Wir vermeiden Insellösungen, orientieren uns an erfolgreichen Projekten anderer Kommunen und setzen auf offene Software- Infrastrukturen. Datenschutz, Sicherheit und der Schutz vor Missbrauch haben höchste Priorität.

Service und Kommunikation: Verwaltung ist Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger – mit klarer, verständlicher Kommunikation, Mehrsprachigkeit und Respekt gegenüber den Mitarbeitenden. Weniger Papier, mehr Service, klare Abläufe. Eine moderne Verwaltung ist nicht nur digital, sondern empathisch. Wir setzen auf eine kultursensible und barrierefreie Kommunikation, die sicherstellt, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund oder Beeinträchtigungen ihre Rechte und Pflichten ohne Hürden verstehen.

Unser Ziel ist eine Verwaltung, die effizient, transparent und bürgerfreundlich arbeitet – modern, kooperativ und verantwortungsvoll, ohne die Menschen zu überfordern.

Für uns gilt: Bildungspolitik ohne Ideologie. Jede Schülerin und jeder Schüler zählt, jede Schule ist wichtig. Wir setzen auf Förderung, die Stärken entwickelt, individuelle Begabungen erkennt und unbürokratische Wege geht. Leistung ist für uns ein Wert, der unterstützt, nicht bestraft wird.

Frühkindliche Bildung und Sprachförderung: Kinder sollen von Anfang an gezielt gefördert werden. Frühkindliche Bildung, Sprachförderung und individuelle Lernmöglichkeiten bereiten den Grundstein für lebenslanges Lernen.

Brennpunktföderung: Bildungschancen dürfen in Braunschweig nicht vom Postleitzahlengebiet abhängen. Wir fordern ein Bonus-System für Schulen in herausfordernden sozialen Lagen, um dort mehr Personal für Sozialarbeit und kleinere Lerngruppen zu ermöglichen. Unser Ziel ist es, dass gerade Haupt- und Realschulen nicht nur keine Brennpunkte sind, sondern zu echten Zukunftsschmieden mit exzellenter Ausstattung und individueller Begleitung werden.

Stärkung von MINT-Fächern und Praxisbezug: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Schlüsselkompetenzen für die Zukunft. Wir fördern praxisnahes Lernen, Experimentieren, Projektarbeit und Berufsorientierung bereits in der Schule. Klassenbündelung für Fachinhalte, praktische Übungen und Konfliktmanagement stärken gleichzeitig soziale Kompetenzen. Zudem fördern wir eine Kooperation zwischen Schulen und Braunschweiger Forschungseinrichtungen.

Ganztagsschulen und Kooperationen: Ganztagsschulen sollen in Zusammenarbeit mit Vereinen attraktive Bildungs- und Freizeitangebote bieten. Dabei achten wir auf faire Bildungsstandards und die gezielte Förderung aller Kinder – unabhängig von sozialem Hintergrund. Haupt- und Realschulen dürfen nicht zu Brennpunkten werden, sondern müssen chancengleiches Lernen ermöglichen.

Digitale Medien und individuelle Förderung: Schulen benötigen eine moderne digitale Infrastruktur, um individuelles Lernen zu unterstützen und Schüler:innen optimal auf die Zukunft vorzubereiten.

Erwachsenenbildung und Volkshochschule: Lebenslanges Lernen ist uns wichtig. Erwachsenenbildung, berufliche Weiterbildung und Bildungsurlaub werden gestärkt. Wir prüfen die Größe und Rentabilität der Volkshochschule, fördern aber gezielt Angebote, die für Bürgerinnen und Bürger einen echten Mehrwert bieten.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der Bildung praxisnah, individuell und chancengerecht erfolgt – von der frühkindlichen Förderung über Schule bis zur Erwachsenenbildung. So werden die Talente unserer Kinder gefördert, Berufslaufbahnen wertgeschätzt und lebenslanges Lernen ermöglicht.

Wir stehen für eine Kultur- und Sportpolitik in Braunschweig, die Teilhabe, Vielfalt und ehrenamtliches Engagement in den Mittelpunkt stellt. Unsere Prioritäten:

Ehrenamt im Sport konsequent unterstützen: Vereine sind das Rückgrat des Sports in unserer Stadt. Wir wollen ehrenamtliches Engagement fördern, selbstverwaltete Sportgruppen stärken und mit gezielten Anreizen die Teilhabe niedrigschwellig halten.

Sportstätten modernisieren und differenziert erfassen: Geschlossene Schwimmbäder und veraltete Anlagen sind Barrieren für Gesundheit und Bewegung. Wir setzen auf moderne, sichere Sportstätten und eine transparente Übersicht, damit alle Bürger:innen die Infrastruktur nutzen können.

Frühkindliche Bildung und Bewegung fest verankern: Sport soll von klein auf selbstverständlich sein. Durch Angebote in Kitas und Schulen fördern wir körperliche und mentale Gesundheit, Bewegungslust und langfristiges Vereinsengagement.

Mehr Vereine: Wir stärken lokale Strukturen, statt nur auf anonyme Fitnessstudios zu setzen. Ziel ist eine lebendige Vereinslandschaft, die Menschen aller Altersgruppen anspricht und Gemeinschaft fördert.

Kunst und Kultur erlebbar machen: Wir bringen mehr Kunst und Kultur in die Innenstadt und den öffentlichen Raum, nutzen bestehende Institutionen effektiv und vermeiden teure Leuchtturmprojekte, die gewachsene Strukturen gefährden.

Transparente und offene Kulturförderung: Jurys sollen vielfältig besetzt und Entscheidungen nachvollziehbar sein. Kulturförderung soll Teilhabe ermöglichen, Vielfalt feiern und Bürger:innen aktiv einbeziehen.

Braunschweig soll eine Stadt sein, in der Kultur und Sport verbinden, Vielfalt sichtbar machen und allen Bürger:innen offenstehen. Wir gestalten ein Umfeld, das Ehrenamt, Teilhabe und kreative Entfaltung gleichermaßen ermöglicht.

Für uns ist Ehrenamt ein zentraler Pfeiler des gesellschaftlichen Miteinanders. Engagement darf nicht als Ersatz für staatliche Aufgaben verstanden werden, sondern als Ausdruck von Bürgersinn, der unsere Stadt bereichert. Dabei wollen wir Anerkennung und Wertschätzung für alle Ehrenamtlichen sichtbar machen – unabhängig davon, ob sie soziale, kulturelle oder Vereinsaufgaben übernehmen.

Neue Zielgruppen gewinnen: Wir wollen Menschen aller Altersgruppen für ehrenamtliches Engagement motivieren – von jungen Erwachsenen bis zu aktiven Ruheständlern. Dabei berücksichtigen wir, dass viele Menschen zeitlich eingeschränkt sind, und bieten flexible Möglichkeiten, sich einzubringen.

Unterstützung und Entlastung: Bürokratische Hürden für Ehrenamtliche sollen abgebaut werden. Haftungsrisiken für Vereinsvorstände werden reduziert, um ehrenamtliches Engagement sicherer und attraktiver zu machen. Wir fördern Weiterbildung, Vermittlung und Beratung für Ehrenamtliche und schaffen Plattformen, auf denen Aufgaben und Kompetenzen zueinanderfinden.

Wertschätzung und Motivation: Ehrenamt soll sichtbare Anerkennung erhalten, z.B. durch gute Ausstattung von wichtigen Einrichtungen wie der Freiwilligen Feuerwehr. Wir sehen in allen Ehrenamtlichen eine tragende Säule unserer Stadt – sei es im sozialen Bereich, im Vereinsleben oder in kulturellen Initiativen.

Ehrenamtliche als Informationsquelle: Ehrenamtliche kennen die Bedürfnisse der Stadt aus erster Hand. Ihre Erfahrungen sollen in Entscheidungsprozesse einfließen und so helfen, die Angebote und Dienstleistungen der Stadt noch gezielter auszurichten.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der Ehrenamt wertgeschätzt, unterstützt und sichtbar gefördert wird – als lebendige Ausdrucksform von Bürgersinn, Engagement und Zusammenhalt.

Für uns bedeutet Stadtentwicklung, Braunschweig als offene, attraktive und zukunftsfähige Stadt zu gestalten. Wachstum soll Lebensqualität sichern, nicht gefährden. Dabei zählen alle Stadtteile – vom Zentrum bis zu den Dörfern.

Attraktive Quartiere: Wir fördern lebendige Quartiere, die die Gemeinschaft stärken und generationengerecht gestaltet sind. und generationengerecht gestaltet sind. Quartiersmanagement wird ernst genommen, Aufenthaltsqualitäten und Sicherheit durch Beleuchtung und Sauberkeit gewährleistet.

Mobilität und Erreichbarkeit: Modernes, intermodales Verkehrskonzept mit ÖPNV, Tram, Fahrrad- und Schienenverbindungen. Die Innenstadt wird für alle Bürgerinnen und Bürger, auch aus Randbezirken, kostengünstig und komfortabel erreichbar. Parkplätze werden sinnvoll kompensiert, zum Beispiel durch Quartiersgaragen oder dezentrale Angebote.

Bauen und Investieren: Private Investitionen sollen stärker genutzt und städtische Großprojekte gezielt umgesetzt werden. Energieeffiziente Bau- und Modernisierungskonzepte sichern langfristig niedrige Kosten und nachhaltiges Wohnen.

Lebensqualität und Freizeit: Sommerliche Aufenthaltsflächen, gastronomische Angebote und gut gestaltete Freiräume erhöhen die Attraktivität der Stadt und verbinden Wohnen, Mobilität und Nahversorgung. Alle Neubauten und Stadtentwicklungsprojekte berücksichtigen die Bedürfnisse von Jung und Alt, verbinden Wohnraum, Mobilität und Nahversorgung und schaffen eine Stadt, in der sich Menschen wohlfühlen.

Diverse Stadtgesellschaft: Braunschweig soll ein sicherer Hafen für die LGBTQ+- Community bleiben. Wir stärken daher die Sichtbarkeit und finanzielle Absicherung entsprechende Beratungs- und Schutzangebote als Kernaufgabe liberaler Gesellschaftspolitik. Unser Ziel ist eine Stadt, die wächst, ohne ihre Lebensqualität zu verlieren – offen, attraktiv und lebenswert für alle Generationen.

Braunschweig kann mehr – wenn wir den Menschen mehr zutrauen. Und wir trauen es ihnen zu. Denn die Stärke unserer Stadt liegt nicht in immer neuen Vorschriften, sondern im Ideenreichtum, im Engagement und im Verantwortungsbewusstsein ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Politik darf nicht bevormunden, sie soll befähigen. Sie soll Räume öSnen, in denen Eigeninitiative wachsen kann, und den Mut stärken, neue Wege zu gehen. Zukunft entsteht dort, wo Vertrauen herrscht – in Bildung, in Leistungsbereitschaft, in den Gestaltungswillen seiner Stadtgesellschaft.

Als FDP Braunschweig verstehen wir Freiheit als Einladung: an alle, die unsere Stadt mit Zuversicht, Vernunft und Tatkraft gemeinsam weiterentwickeln wollen. Daher lasst uns Braunschweig in Freiheit gestalten – verantwortungsvoll, mutig und voller Vertrauen in das, was in uns allen steckt.